Ätherwelle

Rothenbaumchaussee

Dass Heinrich Hertz (1857-1894), der „Entdecker der Radiowellen“, ein berühmter Sohn der Stadt Hamburg ist, ist weithin bekannt. Die Geschichte um ein Denkmal für ihn allerdings weniger. 1931 erhielt der Bildhauer Friedrich Wield den Auftrag vom Senat und der NORAG, ein Denkmal zu gestalten. Als die Gipsform fertig war, hatten allerdings die Nazis die Macht übernommen. Aufgrund der jüdischen Abstammung Hertz‘ wurde die Statue nie gegossen.

Die Form lag über 50 Jahre im Keller der Kunsthalle, ehe sie zur Vollendung des Kunstwerks genutzt wurde. Gut 20 Jahre stand die Skulptur im Eichenpark nahe der Krugkoppelbrücke, bevor sie 2016 an ihren ursprünglich geplanten Standort vor dem Funkhaus des NDR an der Rothenbaumchaussee versetzt wurde.

Die „Ätherwelle“ ist aber nicht nur ein Denkmal für Hertz, sondern auch für ihren Schöpfer Wield, der für die „Ätherwelle“ kein Geld erhielt und von den Nazis systematisch in seiner künstlerischen Arbeit behindert wurde. 1940 beging Wield Selbstmord.

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