Torschlusspanik - was hat sie mit Hamburg zu tun?

Kennt ihr das Gefühl? Ein wichtiger Termin steht an, z.B. für die Abgabe einer Hausarbeit oder auch für den Start in den Urlaub, die Zeit wird allmählich knapp und man fürchtet das Ziel nicht mehr rechtzeitig zu erreichen. Panik macht sich breit – Torschlusspanik! Viele verbinden die Torschlusspanik auch mit der Angst, keine/n Liebespartner/-in mehr abzubekommen. Aber woher kommt das Wort eigentlich, und von welchem Tor ist da die Rede?

Die Redewendung stammt aus einer Zeit, als unsere Städte noch von schützenden Mauern und Wällen umgeben waren und die Stadttore bei Einbruch der Dunkelheit verschlossen wurden. Wer da als Reisender oder Ausflügler nicht rechtzeitig zur Stelle war, lief Gefahr ausgesperrt zu werden und die Nacht im Freien zu verbringen, ohne Schutz vor Räubern und wilden Tieren. In Hamburg kam hinzu, dass viele Einwohner besonders an den Wochenenden nicht nur in die ländliche Umgebung, sondern auch in die damals noch vor den Toren gelegene Vorstadt St. Pauli pilgerten, um die dortigen Ausflugslokale mit ihren teils exotischen Attraktionen aufzusuchen. 

Wenn dann abends zum Torschluss alles wieder in die Stadt hineinströmte, kam es vor dem Millerntor nicht selten zu tumultartigem Gedränge, wie diese Abbildung der Gebrüder Suhr anschaulich wiedergibt. Eine echte „Massenpanik“ mit tödlichem Ausgang ist aus dem Jahr 1808, zur Zeit der französischen Besatzung, überliefert: „Gestern Abends entstand bey dem Thorschluß von Hamburg, wo bey schönem Wetter mehrere tausend Menschen versperrt (d.h. ausgesperrt) worden waren, ein Tumult. Das Volk warf auf das wachhabende holländische Militär mit Steinen, welches erst blind, dann scharf feuerte, wodurch einige Menschen getödtet, und mehrere verwundet wurden.“

Doch nicht nur den Ausflüglern, sondern auch den Bewohnern der wachsenden Vorstädte war die nächtliche Torsperre ein Dorn im Auge, und im Revolutionsjahr 1848 entlud sich der Unmut in gewaltsamen Ausschreitungen, bei denen die Sperranlagen am Steintor zur östlichen Vorstadt St. Georg niedergebrannt wurden. Aber erst 1861 war endgültig Schluss mit der Torsperre, und heute erinnern nur noch zahlreiche Orts- und Straßennamen an die einstigen Stadttore.

Passende Kieztouren & Stadtführungen durch St. Pauli:

Die klassische Kieztour Alder
1 1/4 Stunden ab 18 Jahren Feb-Nov, samstags ab 20 Uhr
Kieztour & Reeperbahn Führung durch St. Pauli Einzelpersonen und kleine Gruppen

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Tour mit Live-Musik
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Die Beatles auf St. Pauli Yeah! Mit Live-Musik und Barbesuch

Wusstet Ihr, dass die Weltkarriere der Beatles 1960 auf St. Pauli begann? Wir führen Euch auf dieser besonderen Kieztour quer durch St. Pauli zu den wichtigsten Orten der Beatles-Geschichte. Das Highlight: Unsere Guides sind Profi-Musiker und präsentieren auf dieser Beatles-Kieztour die frühen Beatles-Songs live on the road. Zum Abschluss gibt es ein kleines Live-Konzert mit Beatles-Hits in einer Bar.

Überblick für Schulklassen
2 Stunden ab 15/16 Jahre ganzjährig
Kaschemmen, Neonlicht und Katholiken Streifzug durch St. Pauli

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Thema für Gruppen
2 Stunden ab 18 ganzjährig
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Kieztour hinter den Kulissen
2 Stunden ab 15/16 Jahre ganzjährig
Soziales Leben auf St. Pauli zwischen Straßenstrich und Gentrifizierung

Im Fokus dieser etwas anderen Kieztour stehen die sozialen Aktivitäten auf dem Kiez und auf St. Pauli. Es geht um seelsorgerische Anlaufstellen für Prostituierte, um Einrichtungen der katholischen Kirche, um Obdachlosehilfe, die Heilsarmee und ein Hospiz. Zudem stellen wir soziale Initiativen und Projekte wie das Hafenkrankenhaus und „Park Fiction“ vor, die dem Leben auf St. Pauli ihr besonderes Gesicht geben.

Die Torschlusspanik ist ein Thema unserer:

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