Schumachers eigenen Worten zufolge sollten sich die neuen Quartiere „wie ein roter Gürtel um Hamburgs alten Leib“ legen, und so verbindet diese Viertel auf den ersten Blick vor allem die fast durchgängige Verwendung des dunkelroten Backsteins, den Schumacher als regionaltypisch und daher identitätsstiftend schätzte. Noch wichtiger war ihm freilich, in den neuen Wohngebieten auch eine neue und gesündere Art des Wohnens zu ermöglichen: Statt tiefgestaffelter Baublöcke mit Schlitzbauten, dichtgedrängten „Terrassen“ und lichtlosen Hinterhöfen setzte er auf großzügige Innenhöfe, eine Begrenzung der Gebäudetiefen und auf Wohnungsgrundrisse, die ein „Querlüften“ der Wohnungen erlaubten. Ein weiteres Ziel war die „Durchgrünung“ der neuen Quartiere durch wohnortnahe Grünzüge und -anlagen mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten für alle Generationen. Musterbeispiele in Barmbek-Nord sind hierfür der Schwalbenplatz oder der Grünzug Langenfort.
Unterstützt wurde Schumacher von einer ganzen Reihe gleichgesinnter Architekten, denen die konkrete Ausgestaltung der einzelnen Baublöcke oblag. Zu ihnen gehörte unter anderem der junge Karl Schneider (1892-1945), der vor allem der benachbarten Jarrestadt seinen Stempel aufprägte und später vor den Nazis in die USA fliehen musste. In Barmbek stammt unter anderem ein Baublock am Habichtsplatz mit auffällig geformten weißen Balkonen von Schneider, sowie ein weiterer zwischen den Straßen Lißmannseck, Rosamstwiete und Heidhörn. Aber auch das Laubenganghaus am Heidhörn oder das einstige Frauenwohnheim „Schwalbenhof“ – beide von den Brüdern Paul und Hermann Frank entworfen – sind Beispiele für den fortschrittlichen Wohnungsbau der 1920er Jahre in Barmbek-Nord.
Wir zeigen Backstein in Barmbek bei unserer Führung:
Spannende Stadtführungen mit Stattreisen Hamburg e.V.:

Auf dieser musikalischen Kieztour erkunden Sie die Musikgeschichte St. Paulis. Uns begegnen Künstler wie Udo Lindenberg und Fettes Brot, Hans Albers, die Beatles und viele weitere Musikstars, die auf dem Kiez berühmt geworden sind. Außerdem erfahren Sie spannende Geschichten zu den bekanntesten Musik-Clubs (u.a. Große Freiheit 36, Docks, Mojo und Gruenspan). Besonderes Highlight: Zusätzlich zu den Geschichten über Musiker und Clubs werden die bekanntesten Songs auf dem Weg vom Millerntorplatz bis zur Großen Freiheit live vorgetragen.

Im Mittelpunkt dieser St. Pauli-Führung stehen die Frauen und ihre Arbeit am Hafen und auf St. Pauli. Dazu werfen wir einen Blick auf die Frauenarbeit in der Fischindustrie, auf Werften und in Reedereien. Und natürlich geht es auch um Prostitution auf St. Pauli sowie um Wirtinnen wie Erna vom Silbersack und die Sozialarbeiterin Domenica. Der Stadtrundgang führt von den Landungsbrücken nach St. Pauli bis hin zur Herbertstraße. Vom Hans-Albers-Platz aus geht es vorbei an der Fischauktionshalle bis zum Fischereihafen.

Im Fokus dieser etwas anderen Kieztour stehen die sozialen Aktivitäten auf dem Kiez und auf St. Pauli. Es geht um seelsorgerische Anlaufstellen für Prostituierte, um Einrichtungen der katholischen Kirche, um Obdachlosehilfe, die Heilsarmee und ein Hospiz. Zudem stellen wir soziale Initiativen und Projekte wie das Hafenkrankenhaus und „Park Fiction“ vor, die dem Leben auf St. Pauli ihr besonderes Gesicht geben.

Auf diesem Stadtrundgang erleben wir den großen Wandel eines gründerzeitlichen Arbeiterviertels hin zu einem Viertel, das in keinem Reiseführer mehr fehlen darf und insbesondere auf junge Menschen eine große Anziehungskraft ausübt.

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