Jacobi-Kapelle

in Eilbek

Einige werden sich schon über die verträumte Kapelle an der verkehrsreichen Wandsbeker Chaussee gewundert haben: die heutige Osterkirche ist die ehemalige Friedhofskapelle des ausgelagerten Friedhofs der St. Jacobikirche. Als es in der Innenstadt Ende des 18. Jahrhunderts endgültig zu eng wurde, hat man angefangen, die Friedhöfe, auch aus hygienischen Gründen, aus der dichtbewohnten Innenstadt auszulagern. Die meisten neuen Friedhöfe wurden „vor dem Dammtor“ jenseits der Wallanlagen angelegt. Die Straße „Bei den Kirchhöfen“ weist bis heute darauf hin. Einzig der Friedhof St. Jacobi bekam eine neue Heimat im Osten: zuerst 1793 in St. Georg vor dem Steintor und gut 50 Jahre später 1848 in Eilbek.

Die Kapelle im neogotischen Stil wurde nach Plänen von Alexis de Chateauneuf, die von Isaiah Wood überarbeitet wurden, 1863/64 errichtet. 1954 wurde der Friedhof aufgelöst und wird nun wie der Wohlerspark in Altona als grüne Oase genutzt. Nur vereinzelt erinnern Gräber noch an die Ursprünge des Parks. Die Kirche wurde seit 1964 als Gemeindekirche genutzt und 2019 von der bulgarisch-orthodoxen Gemeinde übernommen.

Der Jacobipark ist Endpunkt des Rundgangs durch Eilbek „Ein Kloster, Bunker und das Auenland“.

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